Im Berchtesgadener Land 5

Hinter Ramsau wird die Ache zum Wildbach, die Felsstürze von den Hängen des Hochkalters haben die Landschaft im Laufe der Jahrhunderte in einen romantischen Wald, den Zauberwald, verwandelt. Der Hintersee, wenn auch weniger erhaben als der Königssee, gewinnt durch seine freundlichen Ufer und die sanfteren Höhen. Vorbei an einem kleinen Karstwassersee, dem Taubensee, führt die Deutsche Alpenstraße nach Schneizlreuth und Bad Reichenhall.

Nördlich von Berchtesgaden haben die Marienkirchen von Kunterweg und Vordergern – beide herausragend in ihrer reichen Ausstattung – in der Wallfahrtskirche Maria Ettenberg eine gewichtige Konkurrenz. Das Tal der Berchtesgadener Ache wird im Westen von bewaldeten Anhöhen begleitet – hier oben in 800 m Höhe steht die Ettenberger Kirche neben einem Gasthof und mehreren Höfen. Über die Almbachklamm ist sie auch zu Fuß zu erreichen. Der Aufstieg lohnt, denn der Ausblick auf die Berchtesgadener Berge ist begeisternd. Fürstpropst Julius Freiherr von Rehlingen ließ den Bau 1724 für ein Muttergottesbild in einer Linde auf dem Almberg, das als wundertätig galt, errichten. Die Saalkirche, hoch und hell, ist sehr reizvoll stuckiert: weiß auf grünem Grund (Josef Hopp, Burghausen). Im prächtigen Hochaltar ist das Gnadenbild, umgeben von Putten, der Mittelpunkt. Im Deckenbild (Innozenz Waräthi, Burghausen) ist neben der Himmelskönigin und der Esther des Alten Testaments auch Fürstpropst von Rehlingen zu erkennen. Der Stuckmarmor der Altäre – in den Seitenkapellen in Rosa und Weiß – trägt zum farbenfrohen Gesamtbild der Kirche bei. Eindrucksvoll auf der Empore: eine gewaltige Schnitzfigur des hl. Christophorus (um 1670).

Marktschellenberg

Marktschellenberg

Marktschellenberg, im Tal der Berchtesgadener Ache, hat wie Berchtesgaden eine lange Tradition als Salinenort. Bereits Mitte des 12. Jh. wurden am Gutratberg Salzvorkommen entdeckt, doch im Gegensatz zu den Berchtesgadnern konnten sich die Schellenberger auf die Dauer nicht an ihrem Besitz erfreuen, denn den Salzburger und auch den Reichenhaller Nachbarn gelang es, den lästigen Konkurrenten weitgehend auszuschalten. Einiges erinnert noch an die Zeit des Salzhandels und der Salzgewinnung: das alte Marktwappen mit dem Salzfass ziert eine Rotmarmorplatte am Turm der Pfarrkirche St. Nikolaus (1870/71; Turm 1521).

Der heilklimatische Kurort lebt heute vor allem vom Fremdenverkehr. Attraktiv für die Gäste ist der Besuch der Almbachklamm, vor allem aber der Schellenberger Eishöhle im Untersberg (geöffnet von Mitte Mai bis Ende Oktober).

Eine große Wiese der Salzburger Erzbischöfe im Gebiet der Probs- tei Berchtesgaden gab Bischofswiesen den Namen. Bereits 1155 ging sie durch Tausch an Berchtesgaden, zum Vorteil für das gebirgige Land, denn hier war Landwirtschaft möglich. Heute lebt man in Bischofswiesen und den Ortsteilen Engedey, Loipl, Stanggaß, Strub und Winkl vor allem vom Fremdenverkehr. Hier, in der frischen Luft, umgeben von weiten Wiesen und sanften grünen Hängen, fühlen sich die Gäste wohl, denen es nichts ausmacht, die Berge nicht so ganz nah vor sich zu haben. Dennoch sind sie immer noch deutlich vorhanden: im Süden der Hochkalter, der Watzmann und der Hohe Göll. Und außer Berchtesgaden lohnt auch Bad Reichenhall als nahes Ausflugsziel.

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