Archive for the ‘Oberbayern 4’ Category

Zwischen Mangfall und Glonn 4

Die dreischiffige Hallenkirche hat ihren Mittelpunkt in dem prunkvollen Hochaltar, einer Stiftung des Kurfürsten Maximilian I. Der Hofkistler Heinrich Schön hat ihn 1630 geschaffen, ein reich verziertes, golden strahlendes Prachtwerk, in dessen Mitte das Gnadenbild von Tuntenhausen, die Virgo potens, erscheint. Die begleitenden Figuren der hll. Dorothea und Katharina stammen wahrscheinlich von dem Münchner Hofbildhauer […]

Zwischen Mangfall und Glonn 3

Die beiden Türen des unteren Geschosses führen zur Gnadenkapelle. Der reich stuckierte kleine Zentralraum (1761, Johann Martin Pichler) birgt inmitten eines bezaubernden Barockaltars das Gnadenbild Weihenlindens, eine mit Stoff bekleidete Marienfigur. Oben an der Decke öffnet sich eine Kuppel, umgeben von Engelsfiguren. Überaus dekorativ ist auch der Stuck im Langhaus, in zartem Grün, Rosa und […]

Zwischen Mangfall und Glonn 2

Während das Ortszentrum von Hektik und Lärm erfüllt ist, herrscht im Kurzentrum angenehme Ruhe. Es ist am südlichen Stadtrand zu finden, ein modernes Kurhaus, ein Kurpark und schöne Spazierwege stehen den Gästen zur Verfügung. Dr. Desiderius Beck gründete 1845 die >Soolen- und Schlamm-Bad-Anstalt<, nachdem er sieben Jahre mit dem Moor als Heilmittel experimentiert hatte. Aiblings […]

Zwischen Mangfall und Glonn

Im Westen reicht der Landkreis Rosenheim bis an das Mangfallknie bei Feldkirchen-Westerham heran, im Osten bis an den Chiemsee. Der Inn markiert die Grenze zwischen den zwei sehr unterschiedlichen Teilen. Rosenheim, das Eingangstor zum Chiemgau, bildet die Mitte. Touristisch ist der östliche Teil voll erschlossen, bedingt durch die Nähe des beliebten Chiemsees. Im Gegensatz zu […]

Wasserburg und die Klöster am Inn 5

Bei Griesstätt – dort die Pfarrkirche St. Johannes Baptist mit einer Kreuzgruppe von Ignaz Günther (1765) – passieren wir nun wieder die Innbrücke. Längst ist der Fluss, einst als »böser Geist der Landschaft« wegen seiner Hochwasser gefürchtet, gezähmt. Der Bau der Flusskraftwerke (begonnen wurde 1924 in Töging) hat die Landschaft zwar nicht gerade verschönert, doch […]

Wasserburg und die Klöster am Inn 4

Die B 15 bringt den Autofahrer schnell und unkompliziert zum nächsten Ziel, dem Kloster Attel. Seit der Römerzeit war die Anhöhe zwischen Attel und Inn Siedlungsgebiet. Bereits im frühen 9. Jh. existierte hier eine Michaelszelle des Freisinger Domstifts, und im Jahr 1038 gründete Graf Arnold von Andechs an dieser Stelle ein Benediktinerkloster. Nach seiner Zerstörung […]

Wasserburg und die Klöster am Inn 3

Mit der gegenüberliegenden Platzfront zeigt sich die Altstadt von ihrer freundlichsten Seite. Das Kernhaus, ein lang gestreckter Bau im In-Salzach-Stil, besteht eigentlich aus drei Häusern: mittels einer einheitlichen Stuckdekoration hat Johann Baptist Zimmermann 1739 die mittelalterlichen Patrizierhäuser der Familie Kern optisch zusammengefasst. Eckart Peterich, der zu den Bewunderern Wasserburgs gehörte, begeisterte sich an der gesamten […]

Wasserburg und die Klöster am Inn 2

Wasserburg Zeigt sich der Inn um Au und Gars noch als begleitendes Landschaftselement, so gibt er sich in Wasserburg weniger zurückhaltend, er beherrscht die Szenerie in einzigartiger Weise. Der Anblick, der sich dem Betrachter von der als Aussicht markierten Position an der Salzburger Straße bietet, ist spektakulär. Wilhelm Hausenstein, der Essayist und Kunstkenner, hat wohl […]

Wasserburg und die Klöster am Inn

Die Innlandschaft um die Klöster Au und Gars ist wegen ihrer Schönheit viel gerühmt worden. Zu ihren Bewunderern gehörte auch der Schriftsteller Josef Hofmiller, der sich den Hügel von Schloss Stampfl als Aussichtspunkt wählte. In seinem Büchlein >Wanderbil- der aus Bayern und Tiroh (1928) lesen wir: »So weit das Auge reicht, schwarzgrüner Wald und lichtgrüne […]

Zwischen Inn und Salzach 8

Nach Zisterzienserart liegt das Kloster Raitenhaslach tief im Tal. Die Salzach, deren Durchbruch durch den Altmoränenwall bei Burghausen besonders eindrucksvoll ist, hatte auch hier bei Raitenhaslach einen Erdwall zu bezwingen. Waldige Steilhänge und Schotterflanken begleiten den Fluss. Fünf Jahre lang musste sich der Kunstfreund damit begnügen, die Klosterkirche nur von außen zu betrachten, doch 1987 […]